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Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, bastele ich gerade ein bisschen an der Website herum, also bitte nicht wundern, wenn „Read ’n‘ Write“ von einem zum anderen Tag auf einmal ganz anders aussieht.

Auch einige Seiten werden vielleicht verschwinden, und ich werde sie nochmal als Beiträge posten. Ich bitte um Verständnis!

Ein „WAAH!“ und mein Roman

Jep, ich weiß, ich bin spät dran mit meinem neuen Beitrag.

Uuuund dann ist es auch noch eine schlechte Nachricht.

Ich habe meinen Roman („Inside“) leider als Einzelprojekt aufgegeben.

Ich muss einfach jetzt mal eine neue Idee raushauen. Außerdem war „Inside“ langsam so verwinkelt, dass ich kaum noch weiterkam mit meinem Plot.

Vielleicht schreibe ich als Spaß mal daran weiter. Aber immerhin hab ich jetzt eine Menge Material zum posten.

…Wisst ihr, mir fällt auf, dass bei jedem meiner Anläufe, einen Roman zu schreiben („Inside“ ist der dritte) komme ich, trotzdem ich sie abbreche, immer ein Stück weiter.

Beim ersten Anlauf (siehe „1. Kapitel Keepers“) habe ich kennengelernt, was es heißt, einen Plot zu machen, Pläne zu schmieden, und sich eine Personenkonstellation auszudenken.

Bei Anlauf Zwei (siehe „Prolog Inside, Anlauf 1“) stand fest, wie der mitunter wichtigste Charakter meiner Geschichte heißen sollte: Nate. Die Abkürzung von Nathaniel.

Und im dritten und (bisher) letzten Anlauf konnte ich Nate zu einer festen Persönlichkeit machen. Sein voller Name ist Nathaniel („Nate“) Enan Plain.
Er lässt sich nur mit „Enan“ anreden, weil er mit seinem Erstennamen schlechte Erfahrungen gemacht hat (ich schiebe dem noch nicht ausgearbeiteten Antagonisten die Schuld in die Schuhe). Er ist die rechte Hand des Protagonisten.
Er verbirgt seine Gefühle hinter einem Lächeln, und ist voll und ganz darauf fixiert, meinen Protagonisten zu beschützen.
Er zeigt seine Gefühle nur, wenn sie zu intensiv werden (Erinnerungen an Vergangenheit…), allerdings ist er ein sehr gefühlskalter Charakter.
Er trägt einen Gehstock. Hat weiße Haare.
Er ist im Kampf gnadenlos und kann gut mit Worten umgehen.

Als Vorbild für Enan habe ich Charaktere wie Xerxes Brake aus „Pandora“ und Cinderella aus „Grimms Monster“ verwendet.

Hier ist ein Teil des ersten Kapitels, indem Enan auftaucht. Es hat mir unendliche Kopfschmerzen bereitet, da alles erst in der „Er“-Perspektive geschrieben war, bis ich mich um entschied. Nun sehen wir alles aus der Ich – Perspektive meines Protagonisten, Nayrad. Außerdem wollte ich noch mindestens einen größeren Konflikt einbauen, was mir nicht gelungen ist:

Hey, Kleiner!“

Ich schlug die Augen auf. Alles war bunt, was mich sofort aus dem Konzept brachte. In der Dunkelheit hatte ich vergessen, was Farben waren. Wie sie aussahen, welche Gefühle sie weckten. Ihre Vielfalt. Unschlüssig blinzelte ich und tat einen ersten, gedehnten Atemzug.

Atmen. Bei allen Göttern, wie sich das anfühlte! Die Luft füllte mich aus, nährte mich und ließ meinen Körper beben. Gierig atmete ich mehr ein, immer mehr, bis der Platz in meinen Lungen ausgeschöpft war und ich wieder ausatmen musste. Die farbigen Konturen vor meinen Augen wurden schärfer, doch mein Gehirn wollte immer noch nicht richtig arbeiten. Ich konnte sehen und ich konnte atmen. Das reichte mir erst einmal, um glücklich zu sein. Alles, was ich wollte war, für immer in diesem Rauschzustand zu bleiben, und…

Hey, KLEINER!“ Etwas stieß mich unsanft an der Schulter. Mein Körper sackte nach rechts. Auf dem Rücken liegend betrachtete ich den Himmel.

Ist er immer schon so grau gewesen?

Einen Augenblick nach diesem Gedanken tauchte etwas anderes in meinem Blickfeld auf. Ein heller, großer Punkt, der direkt über mir zu schweben schien.

Lebst du noch?“

Die Stimme ging von dem hellen Etwas über ihm aus, keine Frage. Vorsichtig hob ich den Arm, um es zu berühren. Meine Hand stieß gegen etwas Warmes, Lederartiges.

Heißt das ja?“, fragte die Stimme. „Na hör mal, hier so im Dreck zu liegen ist nicht gerade die Art des feinen Mannes. Steh auf.“

Etwas packte meine Hand und zog mich mit einem Ruck auf die Beine. Stehen war ich nicht mehr gewohnt. So stolperte ich eine paar Schritte nach vorn und sackte schließlich wieder gegen die Stimme. Sie fing mich etwas unbeholfen auf und lachte. „Mach jetzt nicht schlapp, klar? Sterben ist auch nicht die Art des feinen Mannes. Aber vielleicht bist du ja gar kein feiner Mann?“

W-wo…“, krächzte ich. Meine Stimmbänder schmerzten. Ich wollte mich wieder auf den Boden legen und schlafen. Auf den schönen, weichen Boden. Andererseits war „die Stimme“ so warm und so schützend, wie sie mich gerade festhielt. Unschlüssig plumpste ich auf die Knie.

Die Stimme seufzte, fast klang es schwärmerisch. „Warte. Du brauchst Wasser.“ Langsam wurden die Konturen wieder schärfer. Ich sah, wie zwei Hände vor mir einen kleinen Behälter von einem Gürtel lösten und den Deckel abschraubten. „Ich meine es ernst Kleiner, stirb mir jetzt nicht unter den Händen weg. Ich brauche dich noch. Hier, Trink.“

Der fröhliche Tonfall der Stimme machte mir Mut. Ich starrte den silbern glänzenden Behälter an. Wie trank man nochmal?

Die Stimme hockte sich kommentarlos hin und führte das Gefäß an meine Lippen. ich spürte, wie eine kühle Flüssigkeit ihm die Kehle er. Es schmeckte so leicht, war so unsagbar nährend. Mein Rachen kratzte nicht mehr. Ich fühlte, wie der Schmerz weggespült wurde und meine Stimmbänder auftauten.

Auf einmal erkannte ich auch, das „die Stimme“ sogar ein Gesicht hatte. Ein sehr schönes, jugendlich geformtes Gesicht, in das einige helle Haarsträhnen fielen. Es lächelte ihn an. „Besser?“

J-ja.“, brachte ich hervor.

Kenne ich dich nicht…?

Die Stimme…nein, der Mann half mir auf. Diesmal blieb er stehen. Irritiert starrte ich meinen Retter an. „Wer seid ihr?“

Wer ich bin? Nun, dass ist eine Frage, die niemand so wirklich beantworten kann, denke ich.“, meinte dieser in einem kindlichen Singsang. „Mein Name ist irrelevant. Aber nenn mich Enan, so wie keiner es tut.“

Stimmt, schoss es mir merkwürdigerweise durch den Kopf. Nicht Nate. Sie nennen dich Enan, aber das ist nicht dein richtiger Name.

——

Mal sehen, was ich noch alles mit Enan anstelle. Auf alle Fälle werde ich meine Fortschritte hier veröffentlichen.

 

 

Phrasen, die du deine Charaktere sagen lassen kannst

Wenn ich mich in Pinterest durchklicke, lese ich oft kurze Memes und Zitate, die mich sehr inspirieren. Ich denke  mir dann so etwas wie: „Hey, das passt doch perfekt zu (Name des Charakters) Persönlichkeit!“ Die Phrasen landen natürlich sofort in meinem Notizbuch, dass ich immer dabei habe. Und mit ihnen entstehen in meinem Kopf gleich neue Situationen und Konflikte.

Hiermit eröffne ich eine neue Rubrik: (Muss mir noch einen Namen ausdenken… macht mal Vorschläge…)


„Hi, du siehst nett aus!“

„Das täuscht.“


„Gib mir mal bitte das Dings neben dem Teil wo das Zeugs draufliegt…“


„Sie weint, was soll ich machen?!

„Äh… gib ihr Zuspruch oder so!“

„WIE soll ich das machen?“

„Fang mit Umarmungen an!

„Mit WAS?“


„Okay, ganz ruhig, was ist unser Plan?“

„Unser was?“

„OMG, wir werden alle sterben!“


„Hey, du blutest.“

„Hm? Oh, das erklärt so einiges.“

„Zum Beispiel?“

„Zum Beispiel den brennenden Schmerz in meiner Hüfte.“

„Geh das behandeln.“

„Brauch ich nicht. Ich wurde schon einmal angeschossen, weißt du noch?“

„Es ist nicht so, als würdest du eine Immunität gegen Schüsse entwickeln?!“

Unsere Welt

Gehört ihr auch zu den Leuten, bei denen ein Besuch im Shoppingcenter nicht vorbeigeht, ohne in den lokal anwesenden Buchladen gewesen zu sein? Im Prinzip ist es doch das Highlight des Tages für uns Leseratten! Scheiß auf Klamotten, ab zu unseren Büchern.

Wo Bücher in der Nähe sind, fühlen wir uns gleich wohler. Eine gewisse Ausgeglichenheit breitet sich in uns aus und wir können entspannen.

Dabei sind die meisten von uns wohl wenig entscheidungsfreudig. Wie andere vier Stunden in einem Klamottenladen verbringen können, verlieren wir uns in unserer Welt. Bis wir das, was wir suchen, finden, dauert es lang. Denn eigentlich wissen wir nicht wirklich, was wir suchen. Und finden es trotzdem jedes Mal.

Wenn ich zu einem besonderen Anlass einen Thalia-Gutschein geschenkt bekomme, suche ich den Shop so schnell es geht auf. Meist reicht der Gutschein nur für ein Buch, also suche ich und suche…

Wenn ich unter Zeitdruck stehe, brauche ich eine Stunde, um ein Buch zu finden.

Wenn ich Zeit habe, zieht es sich laaaaange hin.

Aber immerhin ist es ja auch eine wichtige Entscheidung.

Anders als bei anderen Dingen kann man sich bei Büchern nicht auf das Cover verlassen. Es kann noch so einladend aussehen, das Buch muss nicht unbedingt gut sein.

Außerdem ist es eine neue Welt die du mit nach Hause nimmst. Geschichten prägen uns und unser denken. Ich lasse mich von Büchern gern überraschen.

 

Oft sind es auch die Läden, die uns verzaubern. Gehen wir von den Shoppingzentren weg, sondern suchen unseren Weg in schnuckeligen kleinen Altstätten, Dörfern, oder Großstätten. Was ist euer persönlicher Lieblingsbuchladen?

Meiner? Oh… ich war damals mit meiner Familie ein kleines österreichisches Städtchen erkunden, als vor mir ein schöner, rustikaler Buchladen auftauchte. Es war etwas eng, dafür aber umso gemütlicher. Die Leute, die rein kamen, kannten sich einander und die Bedienung war sehr freundlich. Auch mich als Touristin sprach man an, fragte mich nach meinen Favoriten und Wünschen. Sehr nett!

In dem Laden habe ich mir damals „Macbeth“ gekauft… als kleines Büchlein, gebunden, keine fünf Euro teuer. Eine Erinnerung, ein klassisches Buch für einen klassischen Laden.

Du bist ein Autor, wenn…

…dich dein (Writer)freund fragt, was denn so läufst, du antwortest mit: „Och naja. Einer ist gestorben. Eine Bombe ist explodiert. Eine unerfüllte Liebe. Das übliche halt.“

…du dich an Geschichten aus deinem Leben erinnerst, als wären sie in einem Buch vorgekommen und du dir ein anderes Ende zu den Geschichten ausdenkst.

…du die Grenzen deines Lebens mit Schreiben überbrückst.

…du weißt, dass die Welten in Büchern real sind.

…du weißt, das die Geschichten dieser Welt erzählt werden müssen. Das ist wie atmen.

…du einen Hang zur Poesie und Dramatik hast 😉

Happy Eastern!

Bald ist Ostern! Ich hoffe, ihr genießt die Karwoche und die Ferien. Mal sehen, ob ich es schaffe, in den Ferien ein paar Beiträge zu machen…

Hier habt ihr ein paar Inspirationen zum Schreiben für Ostern (diesmal mit kurzem, anregendem Beispielklapptext):

Schreibe über…

  • …eine besondere Überraschung

z.B.: Claire findet Ostern schrecklich! Die Geschenke sind schlecht, dass Familienessen todlangweilig, und in die Kirche muss sie auch immer! Aber als am Morgen des Ostersonntags ein geheimnisvolles Paket ohne Absender vor der Haustür steht, ändert sie ihre Meinung schlagartig…

  • …unerwarteten Besuch

z.B.: Mike freut sich über vier ruhige Tage, allein in seiner Studentenwohnung. Endlich mal nicht büffeln! Doch dann klingelt es an seiner Haustür, und seine Planung für Ostern ist so gut wie über den Haufen geworfen…

  • …ein gutes Versteck

Ernsthaft: Hier gibt es für alle Genre so viele Auswahlmöglichkeiten… das überlasse ich einfach euch.

  • … Familie

Einfach, weil Ostern ein Familienfest ist…

  • Religion

…und ein religiöses gleich dazu.

Alle Themen sind natürlich verschieden und für jedes Genre interprätierbar.

Wenn ihr eure Kurzgeschichten auf der Seite lesen wollt, dann schreibt es doch mal in die Kommentare!

WAAARRGH!!

Oh man, kennt ihr das?!

Ihr fang einen Roman an.

Schreibt.

Und schreibt.

Und schreibt.

Und dann fällt euch eine neue, viel bessere Idee zu einer Story ein???

Das kotzt mich so an! Ich weiß genau, wenn ich jetzt anfange, die neue Story zu Papier zu bringen, vergammelt die alte in meinem Kopf und wird zum gescheiterten Projekt.

Im Prinzip kann man das ganze nur Umgehen, wenn man die eine Story-Idee in die andere einbringt, aber…

…wenn man das andauernd macht, hat man letztendlich eine Story voll mit verwirrenden Neben- und Hintergrundgeschichten, sodass sich jeder Leser in dem Wirrwarr verirrt.

Am besten wäre es, man vermeidet das NACHDENKEN, damit man einfach auf keine andere Geschichte kommt.

Aber wenn wir das auch noch machen, besteht die ganze Welt am Ende nur noch aus Idioten. oder jedenfalls aus mehr, als ohnehin schon rumlaufen.