Zitate

Beschreiben verändert das Beschriebene.  −Georg Wilhelm Exler

Schreiben ist leicht – man muss nur die falschen Wörter weglassen.  – Mark Twain

Wenn einem Autor der Atem ausgeht, werden die Zitate nicht kürzer, sondern länger. ∼ John Steinbeck

Hassen ist wie atmen: Macht man es unbewusst, fällt es leicht, macht man es bewusst, fällt es schwerer, aber abschalten kann man es niemals. ∼ A. A.

 

Empfehlung!

Wenn ihr mal nichts mehr zu lesen habt:

Ich empfehle die „Besondere Kinder“-Trilogie von Ransom Riggs:

(1) Die Insel der Besonderen Kinder

(2) Die Stadt der Besonderen Kinder

(3) Die Bibliothek der Besonderen Kinder

Im Englischen im Original erschienen als

(1) Peculiar Children

(2) Hollow City

(3) Library of Souls

 

Eine absolut empfehlenswerte Fantasy-Trilogie! Der erste Band holt etwas weit aus und scheint sich vorerst auf die geschichtlichen Hintergründe der Story zu konzentrieren, aber ehe man sich versieht, findet man sich in Miss Peregrines Heim für Besondere Kinder wieder und schließt den Protagonisten Jacob, die feurige Emma, die junge Claire, die stille Fiona, den mutigen Hugh, den stolzen Enoch, den Gentleman Horace, den unsichtbaren Millard und die starke Bronwyn ans Herz. Folge ihnen durch ein Labyrinth von Ort, Zeit und Schicksal!

Autor in der Krise

Autoren haben es wirklich nicht leicht. Schreiben ist meist der blanke Horror, und manchmal weiß ich selbst nicht, warum ich mir das fast tagtäglich antue.

Und trotzdem höre ich nicht auf. Es ist immerhin Teil meines Lebens geworden, also mache ich es sowieso schon automatisch.

Aber gibt es überhaupt Möglichkeiten, das Ganze zu vereinfachen? Schreibblockaden, dieses „OMG, das ist so schlecht!“ Getue, während man vor dem Bildschirm oder dem Blatt Papier hockt und fast verzweifelt?

Ich habe ein bisschen recherchiert. Tipps probiert. Gestaunt.

Denn einige funktionieren wirklich bestens.

Was tun gegen Schreibblockaden?

Schreiben! Die häufigste Ursache von Schreibblockaden ist doch, dass man nicht weiß, wie es weitergehen soll. Aber rumsitzen und auf eine Inspiration zu warten bringt auch niemanden weiter. Also schreib einfach! Ob das, was dabei rauskommt nun gut oder schlecht ist, spielt keine Rolle.

Ideen kommen beim schreiben. Und zur Not haust du den ganzen Mist in den virtuellen Mülleimer.

 

Aber oft sind es auch die eigenen Gedanken, die einen fast alles hinhauen lassen. Mein Problem war, dass ich meinen Roman mit der festen Überzeugung geschrieben habe: „Dieses Buch wird einmal veröffentlicht und für alle Menschen, die es wollen, zugänglich sein!“

Aber das ist falsch.

Denn du schreibst nicht für andere.

Du schreibst für dich selbst.

Wenn man das erst einmal verinnerlicht hat, ist man nicht mehr so verkrampft beim Schreiben. Im Gegenteil.

Man kann Fehler machen.

Und wenn es nicht so gut klingt, ist es ja nicht so schlimm.

Denn es ist ja deine Geschichte. Nicht die von Anderen.

Info

So… die Ferienpause ist vorbei. Ab jetzt geht es weiter wie gewohnt.

Auf die schnelle noch ein paar Vorschläge für Geschichten.


Schreibe über dich, ohne narzisstisch zu werden.


Nimm einen Songtext als Vorlage für eine Geschichte. (Ich empfehle die Texte von Halsey)


Versuche, eine krimiähnliche Kurzgeschichte zu schreiben, in dem jegliche Klischees vernichtet werden.


Nimm dir ein Buch. Schlage Seite 87 auf. Der vorletzte Satz ist dein Anfangssatz.


 

Writing Prompts

Inspirationen für Geschichten:

Fünf Menschen wachen in dem selben verschlossenen Raum auf. Alle sprechen verschiedene Sprachen. Lass sie das Problem gemeinsam Lösen.


Schreibe über einen depressiven Menschen, wie er seinen Tag erlebt.


Beschreibe einen Tag an deiner Seite aus der Sicht deines besten Freundes.


Dieses Mal muss die Prinzessin den Drachen retten.


Nehmen wir einmal an, Phobien entstehen durch den Tod eines Menschen in seinem früheren Leben. Schreibe darüber.

 

 

Info und Zitate

Demnächst wird der Artikel „Charaktere“ unter „How to write“ herauskommen. Ich arbeite, sooft es die Schule zulässt!

So viel dazu. Heute widmen wir die Zitate mal den Büchern, Quelle und Mündung unserer Hingabe. (hach, bin ich heute poetisch <3 Fast schon zum kotzen :)).

Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele  ∼ Marcus Tullius Cicero


Von allen Welten, die der Mensch geschaffen hat, ist die der Bücher die gewaltigste.  ∼ Heinrich Heine


In Büchern verliest du dich, aber du findest dich auch.


Ein gutes Buch liest man nicht nur, man klettert herein und lässt sich in seinen Träumen dort nieder.


Habe keine Angst vor Büchern. Ungelesen sind sie völlig harmlos.  – Unbekannt


Ich bin Teil von allem, was ich je gelesen habe.  ∼ http://vorablesen.de

Von Fentanyl und Paranoia

Kennt ihr das, wenn ihr nach einer Schreibphase euren Suchverlauf durchguckt, und einfach nur denkt: Liebe NSA, eigentlich bin ich kein Mörder, wirklich! Bitte steinigt mich nicht!

Für alle, die sich als Leseratten auf meinen Blog verirrt haben: Suchverläufe von Autoren sind wirklich haarsträubend.

Und manchmal, wenn meine Eltern den Suchverlauf checken, kommen komische Gespräche dabei heraus.

„Anni, bist du etwa schwanger?“

„WAS? Nein, nein! Wie kommst du da drauf?!“

„Dein Suchverlauf… du hast nach Antibabypillen, dann nach Schwangerschaftstests und schließlich nach Babynamen und so einem Betäubungszeug gegooglet!“

(Zugegeben, dass habe ich in einer sehr unglücklichen Reihenfolge in meinem Verlauf hinterlassen)

„Gott, Mama, nein! Das brauchte ich für meinen Roman! Die Babynamen-Website benutze ich, um Namen für meine Charas zu finden!“

„Und das Betäubungmittel?? Bist du depressiv??“

„NEEIN! Das Zeug heißt Fentanyl, und ich wollte Leo, also einen Nebencharakter, an einer Überdosis von dem Zeug sterben lassen… IHN, nicht MICH!“

„Achso. Dann bin ich ja, äh… beruhigt, dass nur Leo stirbt.“

„…“

 

Nach meiner letzten Schreibphase sah mein Suchverlauf exakt so aus:

  • Elektronische Fußfesseln
  • Stock in den Hals bohren (da lande ich teilweise auf gutefrage.net)
  • Babynamen
  • synonyme.de
  • Heilung Beinbruch verkürzen
  • Wirkung von Chloroform
  • Wirksame Gifte
  • paranoia
  • unbegründeter Hass auf mitmenschen
  • vorurteile entstehung
  • psychische Erkrankungen hass

Und dabei schreibe ich nicht mal einen Thriller oder Krimi, sondern einen Fantasyroman.

Tja. Jetzt habe ich mir angewöhnt, meinen Suchverlauf zu löschen.

Und solltet ihr je so etwas finden, am Laptop eurer Freunde, Kollegen oder WG-Mitbewohner, denkt daran: stempelt ihn nicht sofort als Psychopathen oder Mörder ab.

Er könnte ein harmloser Autor sein.

Du bist ein Autor, wenn…

…du immer einen neuen Grund für Aufschub findest. Immer.

…dich jemand ruft, während du gerade tief in deiner Schreibphase bist, und du aufschreckst like: „Oh warte, stimmt. Es gibt ja noch diese… Realität. Verdammt.“

…du während des Schreibens neben deinem Protagonisten stehst.

….du schreiben musst. Du hast keine Wahl.

And nobody understands…

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich für meinen Teil habe immer ein Notizbuch bei mir. Immer.

Oder zumindest einen Stift zum Schreiben. Auf deinen Arm kannst du immer schreiben.

Ich weiß nicht. Bin ich die einzige, die ihrem Hobby zuliebe so eine Manie hat? Vor einiger Zeit stand ich wieder einmal am Busbahnhof, und weil ich noch Zeit hatte, kritzelte ich den Entwurf eines kleinen Dorfes, in dem der Protagonist meines Romans gerade willkommen geheißen wurde, in mein Notizbuch. Auf einmal kam ein Junge meines Alters auf mich zu und fragte in einem etwas provozierendem Ton, was ich denn da mache. „Hausaufgaben?“

Ich verneinte und meinte nur: „Entwurf.“

„Du zeichnest?“, fragte er daraufhin, diesmal etwas interessierter. Ich nickte nur, mit der Hoffnung, ihn endlich loszuwerden.

„Die Bäume?“ Er nickte in Richtung der großen Lärchen gegenüber von uns.

Ich verneinte und erklärte, dass ich im Prinzip eine Karte zeichnen würde, für das Dorf der Hauptperson in meinem Roman.

„Ach ja,“ sagte er und drehte sich (wie einige Male zuvor auch schon) grinsend zu seinen Jungs um, bis er sich wieder an mich wandte, „du schreibst also. Tja, wie langweilig.“

Daraufhin lief er wieder zurück zu seiner Clique, immer noch feixend. Bei ihnen angekommen rief er mir nur noch zu: „Das sieht übrigens ziemlich scheiße aus, wie du da stehst und ‚zeichnest‘.“

„Streber!“, ergänzte ein anderer noch.

Ich konnte nur mit dem Kopf schütteln. Inkompetente, geistig zurückgebliebene Jungs sind ja nicht unüblich, aber dennoch passiert es mir oft, dass ich mit meinem Hobby als ‚Streber‘ abgestempelt werde, oder Leute es einfach nicht verstehen, wie ich mich stundenlang an den PC setzen und schreiben kann. Oder immer ein Notizbuch mit mir herumschleppe.

Daraufhin frage ich immer: Warum hörst du stundenlang Musik und hast immer Kopfhörer in den Ohren? Wie kannst du immer einen Bleistift in der Hand halten oder dich an den Tisch setzen und einfach die ganze Zeit zeichnen? Wie kann man sich bloß für eine ganze Nacht einem Computerspiel widmen und sein Nintendos und PS4 sogar in der Schule mithaben?

„Das ist halt mein Hobby.“, bekomme ich dann als Antwort.
„Na siehst du“, sage ich also, und widme mich wieder dem Charaktere-Ausdenken.

Manchmal habe ich das Gefühl, Schreiben ist mitunter das am meisten missverstandene Hobby der Welt.

Umso cooler das Gefühl, wenn du jemanden kennen lernst, der all diese Gedanken teilt.

(„OMG, somebody UNDERSTANDS!! Ich behalte dich für immer!“)