Von Fentanyl und Paranoia

Kennt ihr das, wenn ihr nach einer Schreibphase euren Suchverlauf durchguckt, und einfach nur denkt: Liebe NSA, eigentlich bin ich kein Mörder, wirklich! Bitte steinigt mich nicht!

Für alle, die sich als Leseratten auf meinen Blog verirrt haben: Suchverläufe von Autoren sind wirklich haarsträubend.

Und manchmal, wenn meine Eltern den Suchverlauf checken, kommen komische Gespräche dabei heraus.

„Anni, bist du etwa schwanger?“

„WAS? Nein, nein! Wie kommst du da drauf?!“

„Dein Suchverlauf… du hast nach Antibabypillen, dann nach Schwangerschaftstests und schließlich nach Babynamen und so einem Betäubungszeug gegooglet!“

(Zugegeben, dass habe ich in einer sehr unglücklichen Reihenfolge in meinem Verlauf hinterlassen)

„Gott, Mama, nein! Das brauchte ich für meinen Roman! Die Babynamen-Website benutze ich, um Namen für meine Charas zu finden!“

„Und das Betäubungmittel?? Bist du depressiv??“

„NEEIN! Das Zeug heißt Fentanyl, und ich wollte Leo, also einen Nebencharakter, an einer Überdosis von dem Zeug sterben lassen… IHN, nicht MICH!“

„Achso. Dann bin ich ja, äh… beruhigt, dass nur Leo stirbt.“

„…“

 

Nach meiner letzten Schreibphase sah mein Suchverlauf exakt so aus:

  • Elektronische Fußfesseln
  • Stock in den Hals bohren (da lande ich teilweise auf gutefrage.net)
  • Babynamen
  • synonyme.de
  • Heilung Beinbruch verkürzen
  • Wirkung von Chloroform
  • Wirksame Gifte
  • paranoia
  • unbegründeter Hass auf mitmenschen
  • vorurteile entstehung
  • psychische Erkrankungen hass

Und dabei schreibe ich nicht mal einen Thriller oder Krimi, sondern einen Fantasyroman.

Tja. Jetzt habe ich mir angewöhnt, meinen Suchverlauf zu löschen.

Und solltet ihr je so etwas finden, am Laptop eurer Freunde, Kollegen oder WG-Mitbewohner, denkt daran: stempelt ihn nicht sofort als Psychopathen oder Mörder ab.

Er könnte ein harmloser Autor sein.

Ein Gedanke zu „Von Fentanyl und Paranoia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.