Ich oder Er?

Letztens habe ich mich gefragt…

Was ist eigentlich besser? In der Ich oder Er-Perspektive zu schreiben?

Ich meine, mein Roman umfasst nun so um die 20 Seiten. In der Er-Perspektive. Aber irgendwie ist mir das in letzter Zeit zu kompliziert geworden. Ständig komme ich mit dem „er“ in Konflikt, weil man beim lesen einfach nicht weiß, welcher „er“ denn da gemeint ist. Der Prota-„Er“, oder der „Er“, der einen der Nebenpersonen darstellt? Also habe ich entschieden: Alles nochmal in der Ich-Perspektive!

Tja.

Und jetzt sitze ich daran, 20 Seiten nochmal in die Ich-P. umzuwandeln.

Extrems nervig.

Sollte man also von Anfang an mit der Ich Perspektive loslegen? Vom Schreiben her ist es leichter, vom Situation-Erfassen und Lesegefühl, und vor allem für die Darstellung ist es aber wohl besser, man schreibt, in der Er-Perspektive.

Deswegen sind die wenigsten Romane wohl in der Ich-P. geschrieben. Aber ist es deswegen gleich schlechter?

Fragen über Fragen. Ich denke, die Antworten bekommt man nur durch Erfahrung. Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

Sprechen wir das Thema in einigen Jahren nochmal an, wenn ich etwas mehr Erfahrung habe. Ich speichere mir den Termin im April 2019 🙂

Zitate

Beschreiben verändert das Beschriebene.  −Georg Wilhelm Exler

Schreiben ist leicht – man muss nur die falschen Wörter weglassen.  – Mark Twain

Wenn einem Autor der Atem ausgeht, werden die Zitate nicht kürzer, sondern länger. ∼ John Steinbeck

Hassen ist wie atmen: Macht man es unbewusst, fällt es leicht, macht man es bewusst, fällt es schwerer, aber abschalten kann man es niemals. ∼ A. A.

 

Empfehlung!

Wenn ihr mal nichts mehr zu lesen habt:

Ich empfehle die „Besondere Kinder“-Trilogie von Ransom Riggs:

(1) Die Insel der Besonderen Kinder

(2) Die Stadt der Besonderen Kinder

(3) Die Bibliothek der Besonderen Kinder

Im Englischen im Original erschienen als

(1) Peculiar Children

(2) Hollow City

(3) Library of Souls

 

Eine absolut empfehlenswerte Fantasy-Trilogie! Der erste Band holt etwas weit aus und scheint sich vorerst auf die geschichtlichen Hintergründe der Story zu konzentrieren, aber ehe man sich versieht, findet man sich in Miss Peregrines Heim für Besondere Kinder wieder und schließt den Protagonisten Jacob, die feurige Emma, die junge Claire, die stille Fiona, den mutigen Hugh, den stolzen Enoch, den Gentleman Horace, den unsichtbaren Millard und die starke Bronwyn ans Herz. Folge ihnen durch ein Labyrinth von Ort, Zeit und Schicksal!

Autor in der Krise

Autoren haben es wirklich nicht leicht. Schreiben ist meist der blanke Horror, und manchmal weiß ich selbst nicht, warum ich mir das fast tagtäglich antue.

Und trotzdem höre ich nicht auf. Es ist immerhin Teil meines Lebens geworden, also mache ich es sowieso schon automatisch.

Aber gibt es überhaupt Möglichkeiten, das Ganze zu vereinfachen? Schreibblockaden, dieses „OMG, das ist so schlecht!“ Getue, während man vor dem Bildschirm oder dem Blatt Papier hockt und fast verzweifelt?

Ich habe ein bisschen recherchiert. Tipps probiert. Gestaunt.

Denn einige funktionieren wirklich bestens.

Was tun gegen Schreibblockaden?

Schreiben! Die häufigste Ursache von Schreibblockaden ist doch, dass man nicht weiß, wie es weitergehen soll. Aber rumsitzen und auf eine Inspiration zu warten bringt auch niemanden weiter. Also schreib einfach! Ob das, was dabei rauskommt nun gut oder schlecht ist, spielt keine Rolle.

Ideen kommen beim schreiben. Und zur Not haust du den ganzen Mist in den virtuellen Mülleimer.

 

Aber oft sind es auch die eigenen Gedanken, die einen fast alles hinhauen lassen. Mein Problem war, dass ich meinen Roman mit der festen Überzeugung geschrieben habe: „Dieses Buch wird einmal veröffentlicht und für alle Menschen, die es wollen, zugänglich sein!“

Aber das ist falsch.

Denn du schreibst nicht für andere.

Du schreibst für dich selbst.

Wenn man das erst einmal verinnerlicht hat, ist man nicht mehr so verkrampft beim Schreiben. Im Gegenteil.

Man kann Fehler machen.

Und wenn es nicht so gut klingt, ist es ja nicht so schlimm.

Denn es ist ja deine Geschichte. Nicht die von Anderen.